Unter „Ersteinschätzung“ versteht man: die erste Projektberechnung von Reaforce auf der Grundlage der vom Benutzer eingetragenen Ausgangspunkte in Kombination mit den unternehmenseigenen Kennzahlen (eingestellt in dem Reaforce Applikationsmanagement).  

 

Nachdem diese Ersteinschätzung erstellt wurde, ist es wichtig, in groben Zügen zu beurteilen, ob die generierte Ersteinschätzung einigermaßen realistisch ist. Hierzu ist es wichtig, alle Ausführungsfenster je Nutzung zu betrachten und einflussreiche Parameter ggf. zu ändern. 

Es ist auch wichtig, nach der richtigen Projektstruktur zu schauen. 

 

Nutzung?

Reaforce betrachtet bei der Erstellung eines neuen Projektes (Ersteinschätzung) einmalig die unternehmenseigenen Defaults. Jede Parameteränderung, die anschließend vorgenommen wird, ist eine projektspezifische Änderung.

Auch wenn einem bestehenden Projekt eine neue Nutzung bzw. ein neuer Typ hinzugefügt wird, werden die unternehmenseigenen Defaults erneut berücksichtigt. Jede Parameteränderung, die anschließend vorgenommen wird, ist eine projektspezifische Änderung. 

 

6.1 Schritt 1: sensible Parameter auf Nutzungsebene Prüfen

Kontrollieren Sie je Nutzung bzw. Typ:

  • das Bauprogramm
  • die Grundstückskosten
  • die Baukosten
  • den Verkaufswert

 

Das Ziel besteht darin, einen eventuellen negativen Ausgleich je Nutzung durch eine eventuelle Änderung der vorgenannten Parameter so gering wie möglich zu machen. 

 

Wie?

  • Bewegen Sie den Mauszeiger im Projektbaum auf die PV-Ebene. 
  • Bewegen Sie den Mauszeiger in der Tabstruktur auf „Übersicht - Managementzusammenfassung“.
  • Beurteilen Sie unten im Ausführungsfenster den Ausgleich je Nutzung und je Type.
  • Ändern Sie ggf. die Daten im Fenstern Bauprogramm, Verkaufserlöse, Grundstückskosten und Baukosten.

 

 

6.2 Schritt 2: Planung, Stichtage und Indizes auf Nutzungsebene prüfen

Kontrollieren Sie die Projektstruktur auf:

  • die Planungsdaten. Ändern Sie ggf. auf der Nutzungs- oder ersten Konsolidierungsebene das „Datum des Entwicklungsbeginns“, das „Datum des Baubeginns“ und das „Datum der Baufertigstellung“.
  • die angewandten Indizes. Ändern Sie die Indizes ggf. auf der Nutzungs- oder ersten Konsolidierungsebene. 
  • die angewandten Stichtage. Ändern Sie die Stichtage ggf. auf der Nutzungs- oder ersten Konsolidierungsebene. 

 

6.3 Schritt 3: Prüfung der Projektstruktur

Kontrollieren Sie die Projektstruktur auf:

  • das Projekt
  • das/die Teilprojekt(e)
  • die Baueinheitenim
  • die Nutzungen
  • die Typen

 

Fügen Sie Baueinheiten und Teilprojekte ggf. hinzu.

 

6.4 Schritt 4: Weitere Kosten und Mittelabflussplanung prüfen

Wenn das Projekt zu diesem Zeitpunkt in groben Zügen finanziell nicht durchführbar zu sein scheint, hat es wenig Sinn, jetzt die weiteren Kosten sowie die Mittelabflussplanung zu ändern. 

Ändern Sie zuerst das Projekt gemäß den Schritten 1 bis einschließlich 3 bis eine allgemein durchführbare Analyse entsteht, bevor Sie mit der Änderung der weiteren Kosten und der Mittelabflussplanung fortfahren.

 

6.5 Schritt 5: Erstellen einer Berechnung des Residualwertes 

Nach der Änderung der weiteren Kosten und der Mittelabflussplanung kann der restliche Ausgleich anhand einer Berechnung des Restwertes auf Null gesetzt werden. 

Berechnung des Residualwertes bedeutet: den Ausgleichsbetrag einer restlichen Kostenzeile zuzuweisen (mithilfe der Auswahl eines Kalkulationsverfahrens zur Berechnung des Residualwertes). Die Kostenzeile erhält dann einen Residualwert, wobei der Ausgleich Null wird. „Die Summe ist dann abgeschlossen.“

 

6.6 Schritt 6: Prüfung der Gesamtprognose

Wenn das Ergebnis der erhaltenen Reaforce-Berechnung als ausreichend betrachtet wird, bildet diese Investitionskostenaufstellung die erste Prognose, die als Grundlage für den restlichen Projektentwicklungsprozess gelten kann.